Der Verein „WIR für Ausbau und Trockenbau“ ist ein Zusammenschluss von Fachverbänden, Handelsunternehmen, Branchenexperten und Wissenschaft. Durch die Vereinsgründung Anfang 2016 soll dem Diskurs über die Frage nach zukunftsgerichteten Lösungen im Trockenbau weiteren Schwung gegeben werden. Ziel des Vereins ist, neben dem Angebot einer Dialogplattform, die Umsetzung einer angemessenen Normierung durch das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) im Trockenbau zu forcieren.

Mitglieder-Gründung-WIR

Die Initiative WIR ist als Branchenplattform schon mit Gründung breit aufgestellt. v. l. n. r.: Hartmut Goldboom, Johannes Lensges, Franziska Plesser, Karl Schlichter, Jochen Pfau, Katharina Metzger, Rudolf Voos, Christiane Hahn, Rainer König, Thomas Schmid, Andreas Nold, Burkhard Okel, Michael Hölker, Jürgen Engels, Harmut Möller.

„Bislang hat die Diskussion um das Thema „geschlossene“ Systeme im Trockenbau versus „offene“ Systeme, die in der Norm verankert sind, zu keinen zukunfts- und tragfähigen Ergebnissen geführt“, so Diplom Ingenieur und Stuckateurmeister Thomas Schmid, Vorstandsmitglied des neu gegründeten Vereins zum Vorstoß in der Branche. „Gerade in einem sicherheitsrelevanten Gewerk wie dem Innenausbau, zum Beispiel im Bereich Brandschutz, kann sich die Branche nicht allein von wirtschaftlich motivierten Bestrebungen der Hersteller leiten lassen. Im Gegenteil: Neben der funktionalen Zuverlässigkeit muss sich eine Lösung auch an der verlässlichen Umsetzbarkeit und am Bedarf des ausführenden Gewerbes orientieren.“ Darüber hinaus müssten wissenschaftliche Erkenntnisse einfließen, um die Entwicklung auf sachlich fundierter Grundlage voranzutreiben, so Schmid weiter.

Die Thematik wurde vor dem Hintergrund des Auslaufens der allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse (adP) in der Bau- und Fachhandels-Branche umfassend diskutiert. Dabei wird die Frage, ob eine Regelung im Sinne einer DIN/EN-Norm die zielführende Lösung ist, bisher unterschiedlich bewertet.

„Nach allen uns vorliegenden Einschätzungen ausgewiesener Experten aus Wissenschaft und Forschung und der Branche insgesamt ist es wichtig, dass auch zukünftig eine DIN/EN-Normierung als eine Alternative besteht“, erläutert Schmid.

Die Initiative „WIR für Ausbau und Trockenbau e. V. i. Gr.“ fördert neben dem gesellschaftlichen Diskurs auch die Aus- und Weiterbildung im Bereich innovativer Bauweisen im Ausbau und Trockenbau durch Veranstaltungen und Bereitstellung von Informationsmaterial. Insbesondere sollen zukünftig wissenschaftliche Projekte und Normungsprojekte finanziell gefördert werden. Zudem werden seitens des Vereins Veranstaltungen anderer Stakeholder unterstützt, die sich mit Themen um zukunftsweisende Bauweisen beschäftigen.

Die Gründungsmitglieder des „WIR für Ausbau und Trockenbau“ sind

  • BDB, Stefan Thurn, Präsident
  • ZDB, Dr.- Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident
  • BIG, Alfred Birks, Vorstandsvorsitzender
  • Gütegemeinschaft Trockenbau, Karl Schlichter, Vorstand
  • hagebau Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH & Co. KG, Hartmut Goldboom, Geschäftsführer
  • Eurobaustoff Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Hartmut Möller, Geschäftsführer
  • HAHN Consult, Christiane Hahn, Geschäftsführerin
  • Hochschule Rosenheim, Prof. Heinrich Köster, Präsident
  • Bundesverband Innenausbau, Element- und Fertigbau e.V., Burkhard Okel, 1. Vorsitzender