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Der moderne und innovative Ausbau setzt heute konsequent auf Materialien und Produkte in Leichtbauweise, die auch im Sinne einer energieeffizienten und ökologischen Bauweise zu bevorzugen sind. Er steht u. a. für kürzere Bauzeiten, hohe Vorfertigungsgrade, Gewichtseinsparung, niedrige Baufeuchte, Flexibilität bei der Umnutzung und damit einer schnellen Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse, aber auch für ein hohes Maß an hochwertigen, gestalterischen Freiheiten, was Design und Formgebung betrifft.

Den modernen Leicht- und Ausbau stärker als bisher in der akademischen Ausbildung zu verankern und damit künftige Absolventen besser auf die reale Baupraxis vorzubereiten, ist immens wichtig. Dank der intensiven Zusammenarbeit von Bundesverband der Gipsindustrie e. V., Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau e. V., Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB sowie Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. mit den Hochschulen konnten bereits verschiedene Projekte angestoßen werden:

Die Bauhaus-Universität in Weimar setzt derzeit eine besondere Art des modernen Lernens um. Anhand eines außergewöhnlichen, konkret zu realisierenden Projektes werden Studierende und Professoren mit der Branche Trockenbau/Ausbau vertraut gemacht. Zum 100. Geburtstag der Gründung des Staatlichen Bauhauses im Jahr 2019 soll der Oberlichtsaal der Universität Weimar im Maßstab 1:2 nachgebaut werden. In mehreren Projektgruppen werden die Studenten über vier Jahre hinweg den Saal in montierbare, demontierbare, transportierbare und lagerbare Segmente errichten. Dieses Projekt wird durch Industrie und Handel sowie Unternehmer des Verbändebündnisses unterstützt.

Im Fokus des Hochschultages Moderner Leicht- und Ausbau steht die Frage, wie mit modernen Möglichkeiten Lehrinhalte an Studierende vermittelt werden können. Herzstück dieses Projektes ist  eine Internetplattform für die Hochschulen, Studenten und Unternehmen der Ausbaubranche. Hauptaufgabe der Plattform soll die Etablierung eines Netzwerkes sein, das die Hochschulen untereinander aber auch mit der gesamten Trockenbau- und Ausbaubranche verbindet.

Am 22. September 2015 trafen sich im Würzbung Lehrende verschiedener Hoch- und Fachhochschulen zum Dialog. Es stand die Vernetzung der Lehre mit der Praxis im Vordergrund.

Am 22. September 2015 trafen sich im Würzbung Lehrende verschiedener Hoch- und Fachhochschulen zum Dialog. Es stand die Vernetzung der Lehre mit der Praxis im Vordergrund.

Die vergangenen Veranstaltungen haben deutlich gemacht, dass die Wissensvermittlung an den Hochschulen sehr unterschiedlich praktiziert wird. Das Spektrum reicht vom Wunsch nach webbasierten Lösungsangeboten nach Vorbild eines Wikis, bis hin zu modular einsetzbaren PowerPoint-Charts, bei denen Studenten im Schwerpunkt eigenständig arbeiten.

Momentan wird daher ein Konzept entwickelt, mit dem die Lehrinhalte der Bereiche Trockenbau und Ausbau an den Hochschulen effektiver vermittelt werden können. In Zukunft werden die Lehrenden frei verfügbare, verschiedene und firmenneutrale Vorlesungsmodule von der Hochschulplattform herunterladen und frei kombinieren können. So ist sichergestellt, dass die unterschiedlichen Lernziele der verschiedenen Hochschulen innerhalb des großen Spektrums Trockenbau und Ausbau auch erreicht werden. Durch die Möglichkeit der unterschiedlichen Zusammenstellung der einzelnen Module wird nicht nur Basiswissen, sondern auch fortführendes und aufbauendes Wissen vermittelt. Zusätzlich werden Projektaufgaben angeboten.

Auf der Internetseite finden sich darüber hinaus wertvolle Kontakte zu Vertretern der Branche. So werden zukünftig Baustellenbesuche, Materiallieferungen oder Referenten einfach zu organisieren sein. Auch wollen und sollen die Hochschulen voneinander erfahren und lernen sowie sich zu ihren jeweiligen Projekten austauschen können.

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