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Mich Motivieren Zufriedene Mitarbeiter Und Geschäftspartner

Swen Schulz im Gespräch

1995 gründete Trockenbaumeister Swen Schulz einen Trockenbautechnik-Betrieb, den er seit 1998 mit seinem Partner Frank Kühnapfel führt: Schulz & Kühnapfel in Gettorf. Die Angebotspalette reicht vom dekorativen Innenausbau, über Decken und Wandverkleidungen, Stuckarbeiten, Brandschutzarbeiten, Schallschutz- und schallhemmende Arbeiten, Doppelböden für Gewerbe und Industrie bis hin zu anspruchsvollen Dachgeschossausbauten und Altbausanierungen. Weiterhin werden Bautischlerarbeiten, Malerarbeiten, der Aufbau von Sonnenschutzanlagen sowie die Lieferung von Fenster und Türen aus Kunststoff- und Aluminiumprofilen ausgeführt.

 

Was hat mich geprägt?

Swen Schulz ist seit 2013 im Vorstand des BIG Trockenbau und Ausbau e. V. Vorher hat er die Arbeit des BIG bereits viele Jahre als Beirat unterstützt.

 

Manchmal denkt man ja: „Das Leben meint es nicht immer gut mit einem.“ Und doch ist es genau das, was es ausmacht. Die Familie in der man aufwächst hat natürlich den größten Einfluss auf den eingeschlagenen Weg des Lebens. So auch bei mir. Der frühe Tod meines Vaters oder der Umzug von der Großstadt Berlin nach Schleswig Holstein in einen kleinen Ort lassen die Anpassung an neue Gegebenheiten und Situationen auf dem weiteren Weg leichter erscheinen. Heute ist es natürlich die eigene Familie mit meinen beiden Kindern. Und der stetige Wille, Werte zu schaffen.

Was wollte ich als Kind werden?

Ich nehme an, wie viele Jungs (und heute ja auch Mädchen), wollte ich erstmal Fußballer und berühmt werden. Dann kam Musik dazu. Auch dies ist ein Wunsch von vielen Kindern, erstmal hören und dann natürlich selber machen. Beides ist mir bis heute geblieben. Der Wunsch zu Werkeln stand bei mir aber schon relativ früh fest.

Wen würde ich gerne einmal treffen?

Auf einzelne Personen würde ich mich gar nicht festlegen wollen. Es sind diverse Menschen und Persönlichkeiten, denen ich gerne mal in einem Vieraugengespräch kritische Fragen stellen würde mit dem Hintergrund, ob Sie gewisse Aussagen ernsthaft so meinen.

Wie schalte ich vom Alltag ab?

Mit Sport und Musik ist der Ausgleich relativ einfach zu erreichen. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob ein Abschalten überhaupt komplett möglich ist. Denn wer kennt das nicht, wenn etwa beim Laufen oder Joggen die Gedanken erst schweifen und dann doch wieder bei der Arbeit landen.

Was motiviert mich?

In erster Linie natürlich meine Familie. Aber auch zu sehen, dass sich mit dem eigenen Engagement das gegründete Unternehmen am Markt platziert. Und natürlich zufriedene Mitarbeiter und Geschäftspartner.

Lebensmotto

„Arbeiten um zu Leben und nicht Leben um zu arbeiten“ Ein langer Weg ist mit Fleiß zu schaffen.

Was schätze ich an mir?

Aussagen über die eigene Person sind immer schwierig zu treffen. Einsicht in Bezug auf falsch getroffene Entscheidungen. Nein zu sagen, wenn ich es auch denke. Ein ehrliches Nein ist immer besser, als ein gezwungenes Ja.

Was schätze ich an anderen?

Ich bin in vielen Organisationen tätig, unter anderem in der Bauinnung. Dort ist historisch verankert, dass jede Sitzung mit den Worten „Ehrbarkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit“ eröffnet wird. Diese unscheinbaren Wörter haben jedoch sehr viel Gewicht, da eine gewisse Grundhaltung notwendig ist, um dieses auch zu achten. Wer diese mit sich trägt, ist allseits geachtet.

Wie sieht mein perfekter Tag aus?

Zu wissen, dass im Unternehmen alles seinen rechten Gang geht, und man sich seinen Hobbys widmen kann. Das ist aber eigentlich nur möglich, wenn Betriebsferien sind.

Warum engagiere ich mich beim BIG?

Es gibt einige Verbände und Organisationen, die sich mit dem Ausbau befassen. Aber es gibt nur einen Verband, der sich ausschließlich um die Belange der Trockenbaubranche intensiv bemüht: der BIG. Das wurde mir schon bei meinem Eintritt 1998 deutlich. Die Heimat des Trockenbaus ist im Laufe der Jahre von diversen Organisationen förmlich zerrissen worden. Den größten Anteil daran hatte die Abschaffung des Meistertitels und deren allen hinlänglich bekannten Folgen. Wir werden mit dem BIG das Rad nicht neu erfinden, jedoch ist es unbestritten, dass eine Vereinigung von Fachunternehmen und Verarbeitern, dem Handel und der Industrie mit Partnerschaften zu gleichgesinnten Vereinigungen einmalig ist. Doch es gibt noch weitere Gründe. Wenn die Bauhaupt-Gewerke Maurer, Zimmerer, Betonbau den Bau etwa je nach Anforderung fertiggestellt haben, kommt das nächste Vollhandwerk – folglich auch noch so geführte Bauhauptgewerk – Trockenbau.
Bei Übernahme der Baustelle dreht sich alles um das Ausbaugewerk Trockenbau. Ihm folgen die Baunebengewerke. Diese Position sollte wieder stärker beachtet
werden. Auch die Durchführung von hochwertigsten Arbeiten wie dem bautechnischen Brandschutz, dem Feuchte- und Klimaschutz, Heiz- und Kühldecken sowie die Beurteilung von Schalldämmung und Dämpfung können und sollte nur von einem sehr gut ausgebildeten Unternehmen durchgeführt werden. Mit dieser Wertigkeit als Ziel engagiere ich mich beim BIG. Das würde ich auch gerne als Motto für alle unsere geschätzten Mitglieder sehen.
Mit dem BIG und für den BIG. Wir können nur mehr erreichen, wenn wir gemeinsam Position beziehen und das Sprachrohr BIG nutzen. Die Aussage „ja was bringt mir denn der BIG“ ist durchaus berechtigt, jedoch schnell zu beantworten. Erlauben Sie mir einen Vergleich: Wer Mitglied in einem Fitnessclub ist, jedoch nicht hingeht, wird sein Ziel auch nicht erreichen.

Bildquelle: Landeshauptstadt Kiel / Sven Meier

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