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Die Trockenbauer Benötigen Eine Heimat
Dtl., Bayern, Würzburg, itf, 24.9.2015

Karl Schichter – Der Unternehmer ist seit 2009 Schatzmeister des Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau e.V.

Karl Schlichter im Gespräch

1886 wurde die Firma Schlichter als Groß- und Einzelhandelsunternehmen für Holz, Baustoffe aller Art, Eisenwaren und Brennstoffe gegründet. Heute sind im Geschäftsbereich „Handel“ ein Baustoffhandel und ein Holzfachhandel im Groß- und Einzelhandel, sowie ein Baufachmarkt und ein Haushaltswarenfachgeschäft eingegliedert. Der Geschäftsbereich „Bautechnik“ ist mit Trockenbau, Dach + Fassade und dem Türenobjektgeschäft bundesweit und auch im Ausland tätig. In der Abteilung Dach + Fassade werden Dach- und Wandverkleidungen aus Metall, Trespa und Tonziegeln erstellt. Kunden aller drei Abteilungen sind der Industrie-, Verwaltungs- und Wohnungsbau sowie die Initiatoren von Veranstaltungs-, Sport- und Messehallen. In der Planung und Verarbeitung industriell vorgefertigter Aluminiumstehfalzprofile gehört Schlichter zu den führenden Unternehmen in Deutschland. In diesem Interview erklärt Vorstandsmitglied und Schatzmeister Dipl.-Kfm. Karl Schlichter, was ihm die Arbeit im und für den BIG bedeutet.

Was hat mich geprägt?

Hier sind drei Einflüsse zu nennen: Zum einen das familiäre Umfeld, in dem ich mit festen Regeln aber auch viel Offenheit und Toleranz aufgewachsen bin. „Am Esstisch“ herrschte das passende Maß an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. In meiner Jugend waren vor allem mein schulisches Umfeld und meine Aktivitäten im Sportverein und in der katholischen Jugendarbeit prägend. Nicht zuletzt war es aber auch die Studienzeit, in der ich unabhängig vom Elternhaus mein Leben selbst gestalten konnte.

Was wollte ich als Kind werden?

Ich wollte Manager in einem großen Konzern wie die damals noch existierende Veba werden. Die Vielfalt der Aktivitäten und die (scheinbare) Krisenfestigkeit fand ich spannend. Dass die Realität anders aussieht, habe ich erst später gelernt.

Wen würde ich gern mal treffen?

Es gibt keine bestimmte Person. Ich schätze Begegnungen mit politischen Persönlichkeiten oder Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben, um durch diese Gespräche einen Einblick in die Funktionsweise politischer Prozesse, staatlicher Organisationen und großer, internationaler Unternehmensstrukturen zu bekommen.

Wie schalte ich vom Alltag ab?

Ich gehe Joggen, lese ein gutes Buch oder die Zeitung, genieße im Sommer die Natur in unserem Garten und verbringe regelmäßig Zeit in interessanten Städten – das alles mit der Familie und guten Freunden. Manchmal reicht aber auch einfach ein Sonntag ohne Programmpunkte und Verabredungen.

Was motiviert mich?

Ich bin in unserem Unternehmen eher selten im operativen Geschäft tätig. Vertrieb und Projektabwicklung werden von unseren erfahrenen Mitarbeitern verantwortet. Wenn ich mal wieder an vorderster Front an der Gewinnung neuer Aufträge oder Kunden beteiligt bin, ist das sehr motivierend. Auch neue betriebliche Herausforderungen geben häufig einen Energieschub. Wenn diese gemeinsam mit unseren Mitarbeitern erfolgreich umgesetzt werden, macht das Lust auf mehr.

Was schätze ich an mir selbst?

Ich versuche ein ausgeglichener, abwägender und gerechter Mensch zu sein. Ob das klappt, fragen Sie bitte andere.

Was schätzen Sie an anderen?

Offenheit, Ehrlichkeit, Vielschichtigkeit in ihrer Persönlichkeit. Ich bewundere Menschen, die eine schnelle Auffassungsgabe und schnelles Entscheidungsvermögen besitzen.

Lebensmotto

Lebe gut und wenn es klappt, gib etwas von dem guten Leben an Dein Umfeld und die Gesellschaft zurück. Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage und gestehe auch anderen Fehler zu.

Wie ist mein perfekter Tag?

An meinem perfekten Tag scheint die Sonne, ich stehe ausgeschlafen auf, treffe gute Entscheidungen im Büro, erledige Dinge effizient, erlebe mit meinen Mitarbeitern und meinem Kompagnon kleine oder große Erfolge, bewege mich an der frischen Luft, sitze mit der Familie gemeinsam beim Abendbrot, treffe Freunde, trinke abends ein Glas Wein in entspannter Atmosphäre und freue mich auf schöne Aufgaben am nächsten Tag. Aber wann gibt es den perfekten Tag? Ich finde, man sollte sich auch über gute Tage freuen!

Warum engagiere ich mich beim BIG?

Die Trockenbauer benötigen eine Heimat. Diese Heimat ist für mich der BIG. Ohne engagierte Personen gibt es dafür keinen Rahmen, also muss jeder mal ran. Im Moment bin unter anderem ich dran. Der Austausch innerhalb des BIG bringt mich persönlich und unser Unternehmen voran. Das Engagement schützt auch vor betrieblichen Scheuklappen.

Bildquelle: Carlos Caetano, Fotolia

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