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Bau Mir Einen Flughafen – Die Dauerbaustelle BER

Check-in-time 16:30 Uhr – Besichtigung des Flughafens „BER“

 Den Abschluss des zweiten Forumstages bildete eine Besichtigung des Flughafens „BER“ und so trafen sich die angemeldeten Teilnehmer pünktlich und gespannt in den Räumen der Flughafengesellschaft am Flughafen Berlin-Schönefeld. Von dort ging es in zwei Gruppen mit dem Bus direkt zum Terminal.

Beeindruckt von der Weitläufigkeit (wann sieht man so einen Flughafen schon mal ohne Passagiere?) liefen die Teilnehmer recht schnell auseinander – wer bislang das Handy noch in der Hosentasche verstaut hatte, der holte es jetzt hervor. Hier ist er nun also: der Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt. Fotos wurden geschossen und sogar kleine Videos gedreht. Schließlich möchte man den Kollegen im Büro gern zeigen, dass man auf der wohl bekanntesten (Dauer-) Baustelle Deutschlands war. Hatte man sich doch während der beiden Forumstage unter anderem schon vertieft zu den Themen gestörter Bauablauf und Bauschäden im Brandschutz informieren können, hatte man  nun Gelegenheit das Gehörte am praktischen Beispiel zu bestaunen.

Anschließend konnte das Terminal von innen besichtigt werden:

Ein großes Kunstobjekt an der Decke, große Rolltreppen, Glasaufzüge und schöne holzvertäfelte Counter und Lounges. Auf den ersten Blick sieht eigentlich alles schon recht „fertig“ aus. Die Anzeigetafeln kündigen Flüge von Abu Dhabi bis Zürich an, auf den Bildschirmen an den Countern  werden Datum und Uhrzeit korrekt angezeigt:
29. Sep 2017 – 17:21. Wieder werden Selfies gemacht. Ready for take off?

Nicht ganz! Statt reisewilliger Passagiere tummeln sich im Terminal Materialien und Werkzeuge, eingesperrt von Bauzäunen, einige versehen mit Firmennamen. Wir Trockenbauer bemitleiden die lieblos herumstehenden Paletten voller Gipskarton. Der Guide erzählt eindrucksvoll, wie Planer und Firmen wechselten und jeder seine Revisionsunterlagen wieder mitnahm. Immer wieder mussten Kabeltrassen neu verlegt und die Zugehörigkeiten überprüft werden. Die regionale Wirtschaft habe man stärken wollen und Firmen aus dem Umland beauftragt, nicht immer seien diese die richtigen gewesen.

Weiter geht’s draußen mit dem Bus auf das Vorfeld zu den Fluggastbrücken. Statt der sogenannten „Marshaller“, den Einwinkern für die Flugzeuge am Boden, sollen digitale Anzeigetafeln den Piloten die richtigen Parkpositionen anzeigen. Die großen Maschinen fehlen noch, wir dürfen aussteigen und über das Vorfeld laufen. Wieder werden Fotos geschossen, gen Westen geht die Sonne unter – und taucht die Bauzäune in ein romantisches Licht… Geschäftiges Treiben und Hektik sucht man vergebens.

Auf dem Rückweg fahren wir vorbei an den drei Feuerwachen und einem sog. „Enteisungsmodell“. Hier werden schon jetzt am Übungsobjekt das Rangieren mit dem Spezialfahrzeug und die Enteisung der Tragflächen trainiert. Die Verwaltungsgebäude, an denen wir weiter entlang fahren, sind mit großen Glasfenstern versehen. Uns allen fallen die unzähligen Revisionsklappen auf, die zur Nachbelegung für die Brandschutz- und Entrauchungsanlage offen stehen… Da ist noch einiges zu tun!

Noch 2 Jahre, so der Guide, dann sollen alle Mängel beseitigt sein.

Beeindruckt und sprachlos zugleich kehren die Gruppen zum Ausgangspunkt zurück. Eine Baustelle, die so schnell keiner vergessen wird.

Fazit: Departure delayed!

Beitrag von: Rhena Offermann-Ringel, Exklusiv Innenausbau GmbH

Bildquelle: Rhena Offermann-Ringel

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